Ein Blick hinter die Kulissen
09.12.2025 |
Image-Kampagne #workwithheart für den Beruf Heilerziehungspflege
Seit November läuft die Social Media-Kampagne #workwithheart, um die Heilerziehungspflege zu stärken sowie Fachkräfte und potenzielle Mitarbeitende zu gewinnen. Wir freuen uns sowohl die Aktion des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe (BeB) als auch vier der Protagonist*innen vorstellen zu dürfen: unsere Kollegin Maxi Steinke und Kollege Felix Höhne sowie unsere zwei Klientinnen Seda und Cindy.
Mission
Für die Kampagne hat der BeB mit einer Berliner Agentur ein Konzept entwickelt. Das klare Ziel: Den Beruf Heilerziehungspflege bei der Gen Z (17- bis 22-Jährige) sichtbar zu machen und dort anzusprechen, wo sie am aktivsten ist – auf Instagram und Tik Tok. Die Idee: Junge Menschen erfüllen bedeutungsvolle Missionen als Protagonist*innen des eigenen Lebens. Die Umsetzung ist so griffig, wie genial – entstanden ist eine Kampagne in Videospiel-Optik. In acht kurzen Clips werden verschiedene Arbeitsbereiche der Heilerziehungspflege vorgestellt – vom Wohnen über Schulbegleitung bis zu Freizeitangeboten. Die Videos zeigen echte Menschen und Momente: modern, ehrlich, nahbar.
Produktion
Maxi Steinke und Felix Höhne wurden im Sommer auf die Kampagne aufmerksam, als sie im Team in ihrer Außenwohngruppe vorgestellt wurde. Die Neugier war geweckt, auch wenn beide nicht wussten, was sie erwartete. Besonders wichtig war jedoch die Frage, welche Klient*innen geeignet wären und ob sie Interesse hätten. Doch zwei der Bewohnerinnen stimmten direkt zu und die Produktion konnte starten.
„Seda und Cindy genossen die Aufmerksamkeit sehr. Die Herausforderung bestand darin, sie nicht zu überfordern. Sie verstanden, dass es eine Art Werbung für den Beruf des Betreuers ist“, sagt Felix über die Dreharbeiten mit den Klientinnen. Ganz nach ihren Bedürfnissen, bspw. bei der Auswahl ihrer Kleidung, und in ihrem Tempo wurden sie durch die Kampagnen geführt. Maxi war beeindruckt, wie einfühlsam und individuell alles gestaltet wurde: „Während des Drehs wurden unsere Bewohnerinnen wie Stars behandelt – mit Respekt, Geduld und Begeisterung. Für viele war das eine neue, besondere Erfahrung, die sie stolz machte und über sich hinauswachsen ließ.“
Zukunft
Insgesamt erhoffen sich Maxi und Felix mehr Sichtbarkeit für Menschen mit Beeinträchtigung und für die Arbeit in der Heilerziehungspflege. Maxi betont: „Für mich bedeutet Inklusion, dass jeder Mensch gesehen wird – mit all seinen Facetten, Bedürfnissen und Möglichkeiten. Genau das möchte ich in meiner Arbeit jeden Tag ein Stückchen mehr verwirklichen. Oft sind es nicht die Menschen selbst, sondern die Strukturen, die sie unsichtbar machen. Deshalb wünsche ich mir, dass sich gesellschaftliche, soziale und strukturelle Bedingungen weiter verändern – damit Inklusion nicht nur ein schönes Wort bleibt, sondern wirklich gelebt wird.“
„Ich persönlich bin froh, dass ich einen Beruf gefunden habe, der zu meinen individuellen Stärken und Fähigkeiten passt. Dies sollte bei der Berufswahl beachtet werden. Es ist ein schönes Gefühl, anderen Menschen täglich bei der Bewältigung des Alltages zu helfen“, sagt Felix. Und fügt hinzu, dass der Fokus in dem Beruf oft weniger auf großen Entwicklungsschritten, sondern auf der Erhaltung vorhandener Fähigkeiten liegt. Eine Aufgabe, die Geduld und Wertschätzung erfordert.
Material
Ergänzt wird die Kampagne durch eine Website, welche Aufgaben, Einsatzfelder und Vorteile des Berufs bündelt. Dort gibt es eine interaktive Mitgliederkarte, die zu Stephanus führt, um sich zu bewerben. Im Bereich „Mitmachen“ gibt es Social-Media-Vorlagen, die für Instagram, TikTok oder andere Kanäle genutzt werden können. Beiträge mit dem Hashtag #WorkWithHeart erscheinen gesammelt auf der Social Wall. >> Hier gehts zur Webseite!
Mach mit! Teile Fotos von Kolleg*innen und Klient*innen auf Social Media. Jede Unterstützung trägt dazu bei, das Bewusstsein für den Beruf der Heilerziehungspflege zu stärken.